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  • Meinem Vaterland, der Republik Polen treu sein
  • VISA FÜR FAMILIENANGEHÖRIGEN VON EU-BÜRGERINNEN

  • Aufgrund der Richtlinie 2004/38/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 29. April 2004 haben die EU-Bürger und auch ihre Familienangehörigen das Recht sich im Hoheitsgebiet der Mitgliedstaaten frei zu bewegen und aufzuhalten.

     

    Die Richtlinie gilt grundsätzlich nur für jene EU-Bürger, die sich in einen anderen Mitgliedstaat bewegen oder sich im Hoheitsgebiet eines anderen Mitgliedstaates, dessen Staatsbürger sie nicht sind, aufhalten, sowie für ihre Familienangehörigen, die sie begleiten oder ihnen nachziehen.

     

    EU-Bürger mit Wohnsitz in einem Mitgliedstaat, dessen Staatsangehörigkeit sie besitzen, dürfen sich in der Regel auf die aus der Richtlinie folgenden Rechte nicht berufen und ihre Familienangehörigen, die selbst nicht EU-Bürger sind,  unterliegen den nationalem Einwanderungsvorschriften. Ein EU-Bürger jedoch, der sich im Hoheitsgebiet eines anderen Mitgliedstaates aufhielt, und danach in sein Heimatland zurückkehrte, darf die aus der Richtlinie folgenden Rechte in Anspruch nehmen.

     

    Die Bestimmungen der Richtlinie 2004/38/WE wurden ins polnische Recht durch das Gesetz vom 14. Juli 2006 über die Einreise in das Hoheitsgebiet der Republik Polen, den  Aufenthalt und die Ausreise aus diesem Gebiet von Unionsbürgern und ihren Familienangehörigen (einheitlicher Text: Gesetzblatt von 2014, Pos. 1525 mit späteren Änderungen) implementiert.

     

    Im Sinne des oben genannten Gesetzes bezeichnet der Ausdruck:

     

    • „EU-Bürger“
    • den Bürger eines EU-Mitgliedstaates,
    • den Bürger eines Mitgliedstaates der Europäischen Freihandelsassoziation (EFTA) – des Vertragsstaates über den Europäischen Wirtschaftsraum (Norwegen, Island und Liechtenstein) und
    • den Schweizer Bürger.
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    • „Familienangehöriger“
    • den Ehegatten eines EU-Bürgers,
    • die Verwandten in gerader absteigender Linie des Unionsbürgers oder des Ehegatten, die das 21. Lebensjahr noch nicht vollendet haben oder denen von diesen Unterhalt gewährt wird,
    • die Verwandten in gerader aufsteigender Linie des Unionsbürgers oder des Ehegatten, denen von diesen Unterhalt gewährt wird.

      Familienangehörigen eines freizügigkeitsberechtigten EU-Bürgers haben das Recht, ein Visum zu beantragen um den obengenannten Unionsbürger zu begleiten oder ihm nachzuziehen. In einem solchen Fall  wird das Visum im Rahmen eines beschleunigten Verfahrens, ohne Gebührenentrichtung ausgestellt.

    • Visumbeantragung

      Für die Visumbeantragung soll ein Familienangehöriger, der nicht die Unionsstaatsbürgerschaft besitzt,  folgende Dokumente vorlegen:

    • Visumantrag (ausgefüllt via die www.e-konsulat.gov.pl Internetseite, ausgedruckt und unterschrieben),
    • ein aktuelles Passfoto (darf nicht älter als 6 Monate sein),
    • ein gültiges Reisedokument,
    • Dokumente, die den Aufenthaltstitel in Österreich bestätigen,
    • Dokumente, die beweisen, dass der Antragsteller Familienangehöriger eines EU-Bürgers ist (z. B. Heiratsurkunde, Geburtsurkunde, Bescheinigung über die unterhaltsberechtigten Kinder),
    • Dokumente, die beweisen, dass der Antragsteller den EU-Bürger begleitet oder ihm nachzieht (z. B. Nachweis, dass der EU-Bürger sich gerade in einem Aufnahmemitgliedstaat aufhielt oder sich auf die Reise zu einem Aufnahmemitgliedstaat begibt).
    • Visumverweigerung

      Einem Familienangehörigen, der nicht die Unionsstaatsbürgerschaft besitzt, wird das Visum verweigert, wenn:

    • seine Einreise in Gültigkeitsdauer des Eintrags im polnischen Verzeichnis zur Einreiseverweigerung erfolgt, oder
    • sein Aufenthalt im Hoheitsgebiet der Republik Polen den Staatsverteidigungszustand oder die öffentliche Sicherheit oder den Schutz der Sicherheit und der öffentlichen Ordnung oder der öffentlichen Gesundheit gefährden kann.
    • Verweigerung des Visums vom Konsul erfolgt in Form eines Bescheides. Gegen den Bescheid steht dem Familienangehörigen eine Berufung zu dem Außenminister zu.

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