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  • Treu meiner Heimat, der Republik Polen

     

  • EREIGNISSE

  • 8 April 2019

    Während ihres zweitägigen Besuches in Österreich im Rahmen der Teilnahme an der Konferenz der ParlamentspräsidentInnen der EU-Mitgliedstaaten und des Europäischen Parlaments besuchten Marek Kuchciński und Stanisław Karczewski Erinnerungsorte in dem ehemaligen nationalsozialistischen Konzentrationslagerkomplex Mauthausen-Gusen.

    In der KZ-Gedenkstätte Gusen legten die Marschälle Blumen nieder und trugen sich in das Gästebuch ein. „Tief betroffen von dem Ausmaß der Tragödie, die auf dem Gelände des Vernichtungslagers Gusen stattgefunden hat, gedenke ich aller Opfer, darunter auch der tausenden Polen, die hier umgekommen sind“, schrieb Marek Kuchciński.

     

    „Wir sind hier, weil wir gedenken, weil wir wollen, dass die Erinnerung an diese tragischen Ereignisse für immer bleibt und dieses Ortes würdig gedacht wird“, schrieb Senatsmarschall Stanisław Karczewski unter anderem in das Gästebuch in Gusen.

     

    Marek Kuchciński und Stanisław Karczewski legten Blumen vor dem Denkmal zu Ehren der polnischen Häftlinge nieder, die im Stollensystem „Bergkristall“ umgekommen waren, und vor dem Denkmal für die polnischen Opfer des Konzentrationslagers Mauthausen. Sie entzündeten Kerzen an den Tafeln für polnische Pfadfinder, für polnische Ärzte und für Henryk Sławik, der 1944 in dem Lager umgekommen war, nachdem er mit seinen Mitarbeitern in Ungarn viele Polen und Juden vor dem Tod gerettet hatte. Auch Leopold Figl, der erste Bundeskanzler Österreichs nach dem Krieg, Häftling in den Lagern Dachau und Mauthausen, wurde gedenkt.

     

    Die polnische Delegation wurde begleitet von Abgeordneten zum Nationalrat und von Vertretern der Landesverwaltung, mit dem Landtagspräsidenten von Oberösterreich Viktor Sigl an der Spitze. Bei den Gesprächen wurde unter anderem das Thema der Erinnerung an die Opfer von Gusen aufgegriffen. Die Marschälle von Sejm und Senat wiesen darauf hin, dass ein Aufkauf der Grundstücke, die sich auf dem Gelände des ehemaligen KZ Gusen befinden, durch die österreichische Regierung es unter anderem ermöglichen würde, konservatorische Maßnahmen für die Überreste des Lagers einzuleiten.

    Die Marschälle drückten die Hoffnung aus, die Regierung Österreichs werde sich im Vorfeld zum 80. Jahrestag des Ausbruchs des Zweiten Weltkrieges zu einer solchen Geste gegenüber den Opfern von Gusen entschließen. Sie erklärten, Polen sei bereit, sich für das Gedenken einzusetzen.

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