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  • Meinem Vaterland, der Republik Polen treu sein

     

  • BOTSCHAFTERIN

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    Mag. Jolanta Róża Kozłowska

     

    Außerordentliche und Bevollmächtigte Botschafterin der Republik Polen in der Republik Österreich

     

     

     

    Ihre akademische Ausbildung beginnt die KAAD-Alumna, an der Pädagogischen Musikschule in Kielce, an der sie sich nach dem erfolgreichen Abschluss des Chopin-Lyzeums für Musik in Krakau für die Fachrichtung „Musikpädagogik“ immatrikuliert. Als ihr Vater aufgrund seiner politischen Aktivitäten 1978 verhaftet wird, muss sie die Hochschule verlassen. 1980 wird die junge Studentin vor dem großen Arbeiterstreik in Polen - wie viele andere Kämpfer der demokratischen Oppositionsbewegung - zweimal verhaftet. Sie findet Zuflucht an der Katholischen Universität in Lublin zunächst als Gasthörerin  und kann anschließend nach der Entstehung der Gewerkschaft Solidarność ihr Studium in Fachrichtung Musikerziehung an der Maria-Curie-Skłodowska-Universität in Lublin fortsetzen.

     

    Noch vor dem Abschluss des Studiums in Lublin beteiligt sich die angehende Musikpädagogin an der des Regionalbüros der  Solidarność in Lublin. Nach der Ausrufung des Kriegsrechts in Polen (Dezember 1981) kümmert sie sich darüber hinaus  als Mitarbeiterin der karitativen Kommission des Erzbistums Lublin um inhaftierte und internierte Kämpfer der Gewerkschaft Solidarność.

     

    Ende 1983 wird sie von einem deutschen Studenten nach Deutschland eingeladen. In Deutschland angekommen, macht sie zuerst einen Sprachkurs und entscheidet sich dann aufgrund der angespannten Situation in ihrem  Heimatland zunächst für das Studium der Deutschen Sprache (DaF), wechselt dann aber in das Hauptfach Ethnologie mit Nebenfächern Musikwissenschaften und Geschichte an der Albert-Ludwig-Universität Freiburg. Das Studium schließt sie mit der Magisterarbeit über das Werk des polnischen Ethnographen Wacław Sieroszewski 1992 erfolgreich ab.

     

    Während der Freiburger Zeit beteiligt sich  Jolanta R. Kozłowska aktiv am Leben der örtlichen Katholischen Hochschulgemeinde und engagiert sich für die Gemeinschaft zur Förderung von Studienaufenthalten der polnischen Studenten in der Bundesrepublik Deutschland e.V. (GFPS). Sie wird später die Mitbegründerin und stellvertretende Vorsitzenden des deutsch-polnischen Zentrums in Freiburg.

     

    Nach der Rückkehr in die Heimat im Jahr 1992 beginnt ein neuer Abschnitt im Leben der Akademikerin. Die Magistra Artium strebt das Ziel an, in einem  Bereich zu arbeiten, der ihr den Kontakt zu Deutschland ermöglicht und so ist sie zunächst als Ministerialrätin für die Angelegenheiten der deutschen Minderheiten im polnischen Ministerium für Kultur und Nationalerbe zuständig.  Im Jahr 1994 wird sie vom polnischen Außenministerium als Vizekonsulin nach München entsandt. In der bayrischen Hauptstadt wird sie mit den Aufgaben der Kulturkonsulin betraut und ist in den letzten vier Jahren ihrer diplomatischen Tätigkeit in  den Bundesländern Bayern und Baden-Württemberg bis 2002 als Generalkonsulin tätig  wo sie sich für den Intensivierung der deutsch-polnischen Beziehungen einsetzt.

     

    2003 übernimmt J.R.Kozłowska für zwei Jahre den Posten der Direktorin des Beethoven-Oster-Festivals in Krakau und Warschau. In den Folgejahren beteiligt sie sich an internationalen Kulturprojekten des Adam-Mickiewicz-Instituts in ihrem Heimatland Polen.

     

    Aufgrund ihrer Erfahrung im diplomatischen Dienst wird sie wiederholt für den Auslandsdienst beauftragt und  wird 2009 als Generalkonsulin in die rheinländische Kultur- und Medienmetropole Köln entsandt. Dort engagiert sie sich für den Ausbau der internationalen Zusammenarbeit in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Kultur und Wissenschaft. Außerdem nimmt sie die Aufgaben der Doyenne für das konsularische Korps in Nordrhein-Westfalen, bis zur ihrer Abreise nach Polen Ende 2012, wahr.
    Nach Polen zurückgekehrt, wird sie 2014 im Amt des Marschalls der Woiwodschaft Vorkarpaten als Beraterin für Außenbeziehungen angestellt. Zwei Jahre arbeitet J. R. Kozłowska als Präsidentin der Universitätsstiftung der Katholischen Universität Lublin im ostpolnischen Stalowa Wola. Die Tätigkeit der Stiftung ist auf die Förderung der Nachwuchskräfte im Bereich der Geisteswissenschaften, Stärkung der Bildungs- und Forschungsinstitutionen sowie Verbreitung der christlichen Werte ausgerichtet.

     

    Am 30. September 2017 übernimmt J.R.Kozłowska als Botschafterin der Republik Polen die Leitung der Botschaft in Wien.

     

    Fot.: Arkadiusz Zbiżek

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